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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Volkstrauertag ist einer der stillen Tage, an denen wir der gefallenen und vermissten Soldaten unserer Dörfer gedenken.
Doch nicht nur die Soldaten unseres Vaterlandes und deren anderer Nationen waren unfreiwillig Akteure in beiden Weltkriegen, auch viele Männer, Frauen und ihre Kinder litten in Dörfern und Städten weltweit unter dem Willen und der Gier nach Macht einzelner. Wir erinnern auch an diejenigen, die den Mut aufbrachten, Widerstand zu leisten und derer, denen die Flucht als einzige Möglichkeit blieb. Wir hier im Herzen Europas sollten dankbar dafür sein, dass unsere Völker seit über sechzig Jahren in Frieden neben- und miteinander leben. Doch schon häufig erreichten uns unerwartete Meldungen über Anschläge in nicht allzu fernen Städten oder Urlaubsregionen, wie London, Madrid oder Ägypten. Auch die täglichen Nachrichten über Selbstmordattentate im Irak, in Israel oder Afghanistan vermögen uns nicht mehr zu schockieren. Aber wir dürfen die Augen nicht vor der Gewalt verschließen. Sie kann uns in der heutigen Zeit schneller treffen, als wir befürchten. Beten wir, dass sich die Führenden dieser Welt ihrer Verantwortung bewusst sind und sich für den Frieden in der Welt einsetzen. Jeder, der sich den Frieden in der Welt wünscht, muss alle Möglichkeiten nutzen, in seinem eigenen, ganz persönlichen Bereich mit kleinen Schritten Vorbild zu sein. Zum Gedenken unserer gefallenen und vermissten Mitbürger legen wir diesen Kranz nieder. (Die Rede wurde verfasst von: K. Franziskus) |