Anstoß zu Veränderungen Eine Ecke in Wochern zu Beginn der achtziger Jahre
Bereits im Frühjahr 1981 hat der Gemeinderat Perl an Herrn Professor Quasten den Auftrag erteilt, einen Dorferneuerungsplan für Wochern anzufertigen. Ziel dabei war es der sich abzeichnenden demographischen Entwicklung entgegenzuwirken ohne den Dorfcharakter zu verändern. Einbindung der BevölkerungAn der Umsetzung des Dorferneuerungsplanes war von Anfang an die Dorfgemeinschaft mit einbezogen. Ihre Ideen und Wünsche wurden soweit es ging in den Plänen berücksichtigt. Dies führte dazu, dass die Bewohner stärker bereit waren, gegen den Verfall der Bausubstanz anzukämpfen. Viele Privathäuser wurden renoviert oder umgebaut unter Berücksichtigung der Identität des Dorfes. Nachfolgend werden Beispiele von Dorferneuerungsmaßnahmen des öffentlichen Bereiches dargestellt. Umgestaltung der DorfmitteDurch das Zusammenarbeiten aller Beteiligten und Institutionen wurden teilweise dem Verfall preisgegebene Bauten wieder hergestellt und eine komplett neue Dorfmitte erschlossen. Im späteren Verlauf, wurde ein Teil des alten Bachlaufes wieder frei gelegt, welcher nun an die Gründungszeit von Wochern erinnern lässt, als der Ort nur aus 5 Bauernhöfen und 3 Mühlen bestand. Dorfgemeinschaftshaus Der Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses bietet den Einwohnern die Möglichkeit in Wochern selbst zusammenzukommen, in der Nähe des neu gestalteten Dorfzentrums. Dieses Haus beinhaltet auch die Funktion des Feuerwehrgerätehauses. Kinderspielplatz Die Fläche des Kinderspielplatzes in der Dorfmitte verkleinerte sich im Zuge der Bachoffenlegung. Auf Initiative der Eltern entstand daraufhin ein neuer Kinderspielplatz im Bereich des Gemeinschaftshauses. Dieser wurde größtenteils von den Eltern nach den Wünschen der Kinder gestaltet. Rad- und WanderwegenetzEs wurden Feldwirtschaftswege und Wanderwege rund um Wochern angelegt, welche auch im saarländischen Radwandernetz ausgewiesen sind.
Sanierung alter WegekreuzeDie Wegekreuze in Wochern und Umgebung, die die Zugehörigkeit zum christlichen Glauben symbolisieren, wurden im Laufe der Zeit nacheinander renoviert.
Erhaltung der NaturDie Grünflächen mit Nuss- und Kastanienbäumen sind erhalten geblieben bzw. erweitert worden. Die für Wochern typischen Trockenmauern werden regelmäßig gepflegt. NeubaugebietDie Gemeinde Perl hat sich als Ziel gesetzt auch in kleineren Orten Neubaugebiete zu schaffen. Dies wurde in Wochern mittels des laufenden Flurbereinigungsverfahrens ermöglicht. Das Neubaugebiet ist sowohl von der Lage als auch vom Baustil in das Dorf eingebettet.  Neubaugebiet 'Im Golden Garten' Das Traditionsbewusstsein der Bevölkerung zeigte sich bei der Namensgebung. In einem Wettbewerb siegte die ursprüngliche Bezeichnung dieses Gebietes „Im Goldengarten“. Die Erschließung des Neubaugebietes als jüngste Maßnahme (14 Bauplätze) hat die Attraktivität von Wochern nochmals erhöhen können. FazitDie Attraktivität des Dorfes als Wohnsiedlung wurde durch die Dorferneuerungsmaßnahmen stetig erhöht und somit wurde ein Bevölkerungsschwund und eine damit verbundene drohende Verödung des Dorfes erfolgreich gestoppt und seit 2003 umgekehrt. Den dem öffentlichen Bereich, Straße, Dorfplatz, Offenlegung des Bachverlaufs, Erschließung des Neubaugebietes „Im Goldengarten“, Bau eines Bürgerhauses und Kinderspielplatzes, haben sich entscheidende Initiativen im privaten Bereich eingestellt. Nachfolgende Bilddokumentation zeigt beispielhaft Veränderungen der letzten Jahre auf. Die Dorferneuerung ist ein ständiger Prozess, der auch in Wochern noch nicht abgeschlossen ist. Es bleibt noch eine Menge zu tun. Die Dorfgemeinschaft wird weiter daran arbeiten!
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