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Wochern, unweit der Mosel, ist ein Ortsteil der Gemeinde Perl. Es entstand dort, wo die Römerstraße von Metz nach Trier den Wochernbach kreuzt. Der Gewässername ist vorgermanischer Herkunft. Bei Ausschachtungsarbeiten im Dorf stieß man auf römische Siedlungsspuren. „Wochern“ wird urkundlich zum ersten Mal 1084 erwähnt. Damals gehörte es zur Grundherrschaft des Klosters Rettel bei Sierck. Bis zur Französischen Revolution waren die Karthause zu Rettel und die Abtei St. Maximin zu Trier die Grundherren, während die Landesherrschaft den Herzogtümern Lothringen und Luxemburg gemeinsam zustand. Im Jahre 1769 trat der französische Staat, dem 1766 Lothringen zugefallen war, seine Rechte an Wochern an Kaiserin Maria Theresia als Herzogin von Luxemburg ab. Einer der großen Höfe, der Dundeshof, gehörte dem Kloster Rettel, dessen Wappen mit dem Lothringischen Doppelkreuz noch an dem Portal des alten Hauseinganges zu erkennen ist. Vor 200 Jahren soll das Dorf aus fünf Höfen und drei Mühlen bestanden haben. Die freie Teilbarkeit der Bauernhöfe und der landwirtschaftlichen Nutzflächen ließ die Behausungen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts auf 25 anwachsen.  Historische Flurkarte von 1851 Die Zugehörigkeit zum geistlichen Besitz hat ihre Spuren im Ortsbild hinterlassen. Die 1569 erstmals urkundlich genannte Kapelle mit einem breiten Maßwerkfenster ist als Chor der 1789 erweiterten Dorfkapelle erhalten geblieben. Der kleine, inzwischen renovierte Bau, ist dem Hl. Nikolaus und dem Hl. Bernhard geweiht. Einmalig ist die herausgehobene Lage der Kapelle auf dem alten, mit hoher Ringmauer eingefassten Kirchhof. Bis an die Gemarkung reichen die Reben der Nachbargemeinde Perl. Der Elbling, der hier heranreift, ist die älteste deutsche Rebsorte. Die „Reblauskrise“ im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts zwang die Bauern in Wochern sich umzustellen auf den Anbau von Obstbäumen. Aus dem angebauten Obst wird ein aromatischer Schnaps gebrannt – Wocherner Kirsch – und Viez hergestellt.
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